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Reichtum und Fülle gehören zu unserem Erbe
Wie wir aus Mangelzuständen
in die Fülle gelangen
von Robert Betz, Dipl.-Psych.
Der Mensch scheint das einzige Wesen im Universum,
das in der Lage ist, Mangelzustände zu erschaffen,
in seinem Körper, in seinem Lebensgefühl,
seinen Beziehungen und im materiellen Bereich seines
Lebens. Denn in der Natur herrscht Überfluss.
Die meisten Menschen haben sich so daran gewöhnt,
dass sie es für normal oder naturgegeben halten,
nicht genug von diesem oder jenem zu haben. Es mangelt
den meisten unter uns an Gesundheit, Lebensglück,
Freude, Frieden, Freiheit und an den finanziellen
Mitteln, um sich die Wünsche zu erfüllen,
die man in sich trägt.
Unbewusstheit: die erste
Quelle allen Mangels
Sie sind – wie jeder von uns – ein ungeheuer
starker Ausstrahler von Energien. Sie strahlen von
morgens bis abends, ja selbst noch im Schlaf Energien
ins Universum, die dieses beständig verändert.
Wir senden Gedanken, Gefühle, Worte und Handlungen
in die Welt und gestalten hiermit unser kleines Lebensuniversum,
unsere persönliche Lebenswirklichkeit, ebenso
– wie gemeinsam mit vielen anderen Sendern –
das gesamte Universum. Wir gestalten den Zustand und
die Qualität unserer Familien, unserer Firmen,
unserer Vereine, Organisationen und Parteien sowie
den Zustand dieses Landes und der Welt.
Wir können nicht nicht-erschaffen. In diesem
Punkt haben wir keine Wahl. Wir haben nur eine Wahl:
wir können bewusst erschaffen oder weiter unbewusst.
Die meisten wählen jeden Tag, auf unbewusste
Weise zu erschaffen. Die muss jedoch zu Mangel und
Leid führen. Unbewusstheit ist – im Verbund
mit Unklarheit – die erste und größte
Quelle allen Leidens und allen Mangels. Der Mensch
wird – im Bild gesprochen – in einen Ferrari
hineingeboren; man unterweist ihn jedoch nicht gründlich
im Gebrauch dieser edlen Maschine. Folglich holt er
sich auf seiner Lebensstrecke eine Menge Beulen und
fährt die Kiste nicht selten früher oder
später an die Wand. Der Normalmensch hat nicht
die geringste Ahnung davon, was alles unter seiner
eigenen Haube steckt, noch interessiert er sich für
die Frage, wer oder was er ist. Sein Normalbewusstsein
lässt sich zusammenfassen mit: „Ich konsumiere,
also bin ich.“
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Robert
Betz
zählt zu den erfolgreichsten Referenten und Seminarleitern
Deutschlands. Der Diplom-Psychologe und ganzheitliche
Lebenslehrer vertritt einen ganz eigenen Therapie-
und Heilungsweg.
Infos
Tel. 089-512661888
www.robert-betz.de
(inkl. Onlineshop)
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Mangelnde Selbstwertschätzung
muss zu Mangel führen
In den Jahren der Domestizierung, in der Kindheit,
hat der Mensch gelernt, sich gründlich zu verurteilen
und ist sich dieser Selbstverurteilung nicht einmal
bewusst. Der junge Mensch hat gelernt, sich und seinen
Wert zu entwürdigen und klein zu denken. Durch
die vielen negativen Rückmeldungen in Elternhaus
und Schule, durch die vielen Bedingungen, die er für
Zuwendung und Aufmerksamkeit zu erfüllen hatte,
hat er gelernt, sich selbst in der Tiefe abzuwerten.
Er leidet unter mangelnder Selbstwertschätzung,
von Selbstliebe ganz zu schweigen. Er denkt über
sich und über das Leben eine Unmenge unwahrer
Gedanken wie „Ich bin nicht gut genug. Ich habe
nicht genug. Ich muss besser werden. Ich brauche dies
und jenes. Ich muss mir Liebe mit Leistung verdienen.
usw.“ Schuld-, Scham- und Minderwertigkeitsgefühle
prägen sein Bewusstsein.
Und so wie er über sich selbst eine Unmenge an
Mangel erzeugenden Gedanken zu denken gelernt hat,
hat er auch gelernt, das Leben selbst zu fürchten
und es als „ungerecht, schwer, mühsam,
als eine harte Schule, eine harte Prüfung u.ä.
zu verurteilen. „Das Leben ist kein Wunschkonzert
und kein Zuckerschlecken. Im Leben bekommst du nichts
geschenkt. Von Nix kommt nix.“, um nur wenige
Standardgedanken zu zitieren, die ihm in Kindheit
und Jugend um die Ohren flogen und die er tief verinnerlicht
hat.
Wir übernehmen keine
Verantwortung für unsere Schöpfungen
Was ich über mich selbst denke, so muss mich
das Leben behandeln. Wer sich selbst nicht würdigt,
respektiert, achtet und wertschätzt, den belohnt
auch das Leben nicht. Der wird auch von anderen Menschen
nicht geachtet. Und wer sich nicht vorstellen kann,
dass das Leben ein leichtes sein kann, in dem man
jeden Tag sehr beschenkt wird, der muss dieses Leben
folglich als eine mühselige Veranstaltung empfinden.
Dies jedoch wird er wiederum als Beweis empfinden
für seine Überzeugung von der Schwere des
Lebens. Nach deinem Denken und Glauben geschehe dir.
Über unsere Gedanken jedoch kümmern sich
die wenigsten von uns in verantwortungsvoller Weise.
Wir lassen denken; das heißt, „es“
denkt uns.
Durch unsere Gedanken erschaffen wir unsere Emotionen.
Obige Gedanken erschaffen und nähren zwangsläufig
Gefühle wie Angst, Trauer, Ärger, Wut, Selbsthass,
Hass auf die Welt, Scham, Schuld, Gier, Neid und Minderwertigkeit.
Gedanke und Emotion in Kombination erschaffen unsere
innere Befindlichkeit wie unsere äußere
Wirklichkeit. Unser dem entsprechendes Reden und Handeln
tun ihr übriges dazu.
Wer aussteigen will aus diesem Teufelskreislauf des
Mangels darf sich mutig diesen seinen eigenen Schöpfungen
stellen und seine Verantwortung für sie übernehmen.
Es gilt, seine wesentlichen Gedanken zu erforschen
und auf Wahrheit zu überprüfen. Dies geht
unter anderem mit „The Work“ nach Byron
Katie (siehe mein Vortrag „Das Ende aller Probleme“).
Und es gilt, die Tonnen an verdrängten Emotionen,
die wir seit unserer Kindheit in unseren feinstofflichen
Körpern mit uns herumschleppen und die unsere
Körper krank machen und unsere Psyche stark belasten
(siehe mein Vortrag „Angst, Wut, Schmerz &
Co. in Freude verwandeln“), endlich zu entsorgen.
Der Mensch fliegt heute zum Mars, aber wie er Ängste
oder Wut in Freude verwandelt, hat er immer noch nicht
gelernt. Dies ist jedoch kein Kunststück, sondern
erlernbar. Voraussetzung hierfür ist jedoch,
dass wir endlich aufhören, andere für unser
Schicksal verantwortlich zu machen. Weder unsere Eltern
noch das angeblich harte Leben ist für die Mangelzustände
unseres Lebens verantwortlich, sondern einzig und
allein wir selbst. Wer weiterhin andere verurteilt,
sei es „die da oben“, die Wirtschaft,
die Politik oder die vielen „Unspirituellen“,
der wird sich weiter als Opfer fühlen müssen.
Kläre deine Vergangenheit
und mache Frieden
Es ist jedermanns und jederfraus Aufgabe, seine eigene
Vergangenheit zu klären, sich mit den Eltern
der Kindheit innerlich zu versöhnen und zu entstricken
und sich selbst zu vergeben, was er sich seit Jahrzehnten
angetan hat: sein gesamtes Unliebeprogramm. Eine Vergangenheit,
mit der wir bis heute nicht im Frieden sind, belastet
uns tagtäglich und hält uns im Mangel und
Leiden gefangen. Die Eltern unserer Kindheit bezeichne
ich als die größten Türen in unsere
Freiheit.
Eine besondere Rolle nimmt hierbei die Beziehung zu
unserem Vater ein. Väter werden von Kindern bei
uns oft als abwesende Väter wahrgenommen. Andere
erlernen – nicht zuletzt durch die negativen
Kommentare der Mutter über den Vater –
eine ablehnende Haltung ihm gegenüber. In beiden
Fälle ist die Folge, dass uns als Erwachsener
der Vater nicht im Rücken steht und seine väterlich-männliche
Kraft nicht zufließt. Solche Menschen gehen
sehr geschwächt durch die Welt und suchen nicht
selten bei ihren Chefs oder anderen Ersatzvätern
wie dem eigenen Partner die Anerkennung und Bestätigung,
die sie vom eigenen Vater nicht erhielten. Dies muss
jedoch scheitern.
Der innere Vater als Kraftquelle
für den Lebenserfolg
Der eigene Vater wie die männlichen Ahnen sind
eine große Kraftquelle für uns, wenn es
um die für den Erfolg so wichtigen Eigenschaften
geht wie Kraft, Wille, Disziplin, Durchsetzungsvermögen,
Selbstbewusstsein, Stolz, Glaube an die eigenen Kräfte
usw.. Durch innere Begegnung mit dem Vater wie mit
den Urvätern und die Bereitschaft und den Wunsch
nach Klarheit, Frieden und Freiheit, ist jeder Mensch
in der Lage, sich Zugang zu dieser großen Kraftquelle
zu erschaffen.
Eine andere häufige Ursache für den materiellen
Mangel im Leben ist das „Nein“, das viele
Kinder schon im frühesten Alter gesprochen und
gedacht haben, als sie frustriert feststellen mussten,
dass die Welt der Familie, in die sie hineingeboren
wurden, von Lieblosigkeit, Kälte und Ablehnung
geprägt war. Wenn ein Kind innerlich sagt: „Hier
will ich nicht bleiben, das ist nicht meine Welt“,
dann zieht es damit innerlich „Handbremsen“
an, die es auch als Erwachsene noch hemmen, mit Volldampf
seinen Weg zu gehen. Die meisten Erwachsenen, von
der Natur ausgestattet mit „12 Zylindern“,
tuckern daher nur mit zwei oder drei Zylindern durch
ihr Leben. Schwurähnliche Gedanken wie „Ich
will nie wieder … jemandem vertrauen / mein
Herz öffnen / mich verletzlich zeigen usw.“
verlieren auch nach Jahrzehnten nicht ihre Wirksamkeit,
sondern wollen bewusst zurückgenommen werden.
Wes Geistes Kind bist
du?
Wer äußere Fülle und Reichtum anstrebt,
darf nach innen gehen und erst einmal hier für
Ordnung sorgen, anstatt sich am Spielcasino der Wunscherfüllung
zu beteiligen. „Wes Geistes Kind bin ich eigentlich?“,
darf sich der Normalmensch fragen. „Was soll
mir das Wichtigste sein in meinem Leben? Worauf will
mich konzentrieren, wenn ich morgens in den Tag gehe?“
Nur derjenige, der über diesen Klärungsprozess,
den alle Menschen durchlaufen dürfen nach der
Gehirnwäsche durch Kindheit und Massenbewusstsein,
zur Wertschätzung und Liebe findet – sich
selbst, seinen Mitmenschen, dem Leben und Gott gegenüber
– der wird seine Fülle, die er zu manifestieren
wünscht, nicht auf Sand, sondern auf Felsen bauen.
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