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Zeitschrift für Meditation, Kreativität und Heilung 
  seit 1999 | Auflage: 13.000 | kostenlos | alle 2 Monate | Vertrieb: Sachsen+Thüringen+Sachsen-Anhalt+Brandenburg | Auslage & Abo  
   
   Aug/Sep  

 
Reichtum und Fülle gehören zu unserem Erbe
Wie wir aus Mangelzuständen in die Fülle gelangen

von Robert Betz, Dipl.-Psych.

Der Mensch scheint das einzige Wesen im Universum, das in der Lage ist, Mangelzustände zu erschaffen, in seinem Körper, in seinem Lebensgefühl, seinen Beziehungen und im materiellen Bereich seines Lebens. Denn in der Natur herrscht Überfluss. Die meisten Menschen haben sich so daran gewöhnt, dass sie es für normal oder naturgegeben halten, nicht genug von diesem oder jenem zu haben. Es mangelt den meisten unter uns an Gesundheit, Lebensglück, Freude, Frieden, Freiheit und an den finanziellen Mitteln, um sich die Wünsche zu erfüllen, die man in sich trägt.

Unbewusstheit: die erste Quelle allen Mangels
Sie sind – wie jeder von uns – ein ungeheuer starker Ausstrahler von Energien. Sie strahlen von morgens bis abends, ja selbst noch im Schlaf Energien ins Universum, die dieses beständig verändert. Wir senden Gedanken, Gefühle, Worte und Handlungen in die Welt und gestalten hiermit unser kleines Lebensuniversum, unsere persönliche Lebenswirklichkeit, ebenso – wie gemeinsam mit vielen anderen Sendern – das gesamte Universum. Wir gestalten den Zustand und die Qualität unserer Familien, unserer Firmen, unserer Vereine, Organisationen und Parteien sowie den Zustand dieses Landes und der Welt.
Wir können nicht nicht-erschaffen. In diesem Punkt haben wir keine Wahl. Wir haben nur eine Wahl: wir können bewusst erschaffen oder weiter unbewusst. Die meisten wählen jeden Tag, auf unbewusste Weise zu erschaffen. Die muss jedoch zu Mangel und Leid führen. Unbewusstheit ist – im Verbund mit Unklarheit – die erste und größte Quelle allen Leidens und allen Mangels. Der Mensch wird – im Bild gesprochen – in einen Ferrari hineingeboren; man unterweist ihn jedoch nicht gründlich im Gebrauch dieser edlen Maschine. Folglich holt er sich auf seiner Lebensstrecke eine Menge Beulen und fährt die Kiste nicht selten früher oder später an die Wand. Der Normalmensch hat nicht die geringste Ahnung davon, was alles unter seiner eigenen Haube steckt, noch interessiert er sich für die Frage, wer oder was er ist. Sein Normalbewusstsein lässt sich zusammenfassen mit: „Ich konsumiere, also bin ich.“

 

 Robert Betz

Robert Betz
zählt zu den erfolgreichsten Referenten und Seminarleitern Deutschlands. Der Diplom-Psychologe und ganzheitliche Lebenslehrer vertritt einen ganz eigenen Therapie- und Heilungsweg.


Infos

Tel. 089-512661888
www.robert-betz.de
(inkl. Onlineshop)

 


 

 

Mangelnde Selbstwertschätzung muss zu Mangel führen
In den Jahren der Domestizierung, in der Kindheit, hat der Mensch gelernt, sich gründlich zu verurteilen und ist sich dieser Selbstverurteilung nicht einmal bewusst. Der junge Mensch hat gelernt, sich und seinen Wert zu entwürdigen und klein zu denken. Durch die vielen negativen Rückmeldungen in Elternhaus und Schule, durch die vielen Bedingungen, die er für Zuwendung und Aufmerksamkeit zu erfüllen hatte, hat er gelernt, sich selbst in der Tiefe abzuwerten. Er leidet unter mangelnder Selbstwertschätzung, von Selbstliebe ganz zu schweigen. Er denkt über sich und über das Leben eine Unmenge unwahrer Gedanken wie „Ich bin nicht gut genug. Ich habe nicht genug. Ich muss besser werden. Ich brauche dies und jenes. Ich muss mir Liebe mit Leistung verdienen. usw.“ Schuld-, Scham- und Minderwertigkeitsgefühle prägen sein Bewusstsein.
Und so wie er über sich selbst eine Unmenge an Mangel erzeugenden Gedanken zu denken gelernt hat, hat er auch gelernt, das Leben selbst zu fürchten und es als „ungerecht, schwer, mühsam, als eine harte Schule, eine harte Prüfung u.ä. zu verurteilen. „Das Leben ist kein Wunschkonzert und kein Zuckerschlecken. Im Leben bekommst du nichts geschenkt. Von Nix kommt nix.“, um nur wenige Standardgedanken zu zitieren, die ihm in Kindheit und Jugend um die Ohren flogen und die er tief verinnerlicht hat.

Wir übernehmen keine Verantwortung für unsere Schöpfungen
Was ich über mich selbst denke, so muss mich das Leben behandeln. Wer sich selbst nicht würdigt, respektiert, achtet und wertschätzt, den belohnt auch das Leben nicht. Der wird auch von anderen Menschen nicht geachtet. Und wer sich nicht vorstellen kann, dass das Leben ein leichtes sein kann, in dem man jeden Tag sehr beschenkt wird, der muss dieses Leben folglich als eine mühselige Veranstaltung empfinden. Dies jedoch wird er wiederum als Beweis empfinden für seine Überzeugung von der Schwere des Lebens. Nach deinem Denken und Glauben geschehe dir. Über unsere Gedanken jedoch kümmern sich die wenigsten von uns in verantwortungsvoller Weise. Wir lassen denken; das heißt, „es“ denkt uns.
Durch unsere Gedanken erschaffen wir unsere Emotionen. Obige Gedanken erschaffen und nähren zwangsläufig Gefühle wie Angst, Trauer, Ärger, Wut, Selbsthass, Hass auf die Welt, Scham, Schuld, Gier, Neid und Minderwertigkeit. Gedanke und Emotion in Kombination erschaffen unsere innere Befindlichkeit wie unsere äußere Wirklichkeit. Unser dem entsprechendes Reden und Handeln tun ihr übriges dazu.
Wer aussteigen will aus diesem Teufelskreislauf des Mangels darf sich mutig diesen seinen eigenen Schöpfungen stellen und seine Verantwortung für sie übernehmen. Es gilt, seine wesentlichen Gedanken zu erforschen und auf Wahrheit zu überprüfen. Dies geht unter anderem mit „The Work“ nach Byron Katie (siehe mein Vortrag „Das Ende aller Probleme“). Und es gilt, die Tonnen an verdrängten Emotionen, die wir seit unserer Kindheit in unseren feinstofflichen Körpern mit uns herumschleppen und die unsere Körper krank machen und unsere Psyche stark belasten (siehe mein Vortrag „Angst, Wut, Schmerz & Co. in Freude verwandeln“), endlich zu entsorgen.
Der Mensch fliegt heute zum Mars, aber wie er Ängste oder Wut in Freude verwandelt, hat er immer noch nicht gelernt. Dies ist jedoch kein Kunststück, sondern erlernbar. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass wir endlich aufhören, andere für unser Schicksal verantwortlich zu machen. Weder unsere Eltern noch das angeblich harte Leben ist für die Mangelzustände unseres Lebens verantwortlich, sondern einzig und allein wir selbst. Wer weiterhin andere verurteilt, sei es „die da oben“, die Wirtschaft, die Politik oder die vielen „Unspirituellen“, der wird sich weiter als Opfer fühlen müssen.

Kläre deine Vergangenheit und mache Frieden
Es ist jedermanns und jederfraus Aufgabe, seine eigene Vergangenheit zu klären, sich mit den Eltern der Kindheit innerlich zu versöhnen und zu entstricken und sich selbst zu vergeben, was er sich seit Jahrzehnten angetan hat: sein gesamtes Unliebeprogramm. Eine Vergangenheit, mit der wir bis heute nicht im Frieden sind, belastet uns tagtäglich und hält uns im Mangel und Leiden gefangen. Die Eltern unserer Kindheit bezeichne ich als die größten Türen in unsere Freiheit.
Eine besondere Rolle nimmt hierbei die Beziehung zu unserem Vater ein. Väter werden von Kindern bei uns oft als abwesende Väter wahrgenommen. Andere erlernen – nicht zuletzt durch die negativen Kommentare der Mutter über den Vater – eine ablehnende Haltung ihm gegenüber. In beiden Fälle ist die Folge, dass uns als Erwachsener der Vater nicht im Rücken steht und seine väterlich-männliche Kraft nicht zufließt. Solche Menschen gehen sehr geschwächt durch die Welt und suchen nicht selten bei ihren Chefs oder anderen Ersatzvätern wie dem eigenen Partner die Anerkennung und Bestätigung, die sie vom eigenen Vater nicht erhielten. Dies muss jedoch scheitern.

Der innere Vater als Kraftquelle für den Lebenserfolg
Der eigene Vater wie die männlichen Ahnen sind eine große Kraftquelle für uns, wenn es um die für den Erfolg so wichtigen Eigenschaften geht wie Kraft, Wille, Disziplin, Durchsetzungsvermögen, Selbstbewusstsein, Stolz, Glaube an die eigenen Kräfte usw.. Durch innere Begegnung mit dem Vater wie mit den Urvätern und die Bereitschaft und den Wunsch nach Klarheit, Frieden und Freiheit, ist jeder Mensch in der Lage, sich Zugang zu dieser großen Kraftquelle zu erschaffen.
Eine andere häufige Ursache für den materiellen Mangel im Leben ist das „Nein“, das viele Kinder schon im frühesten Alter gesprochen und gedacht haben, als sie frustriert feststellen mussten, dass die Welt der Familie, in die sie hineingeboren wurden, von Lieblosigkeit, Kälte und Ablehnung geprägt war. Wenn ein Kind innerlich sagt: „Hier will ich nicht bleiben, das ist nicht meine Welt“, dann zieht es damit innerlich „Handbremsen“ an, die es auch als Erwachsene noch hemmen, mit Volldampf seinen Weg zu gehen. Die meisten Erwachsenen, von der Natur ausgestattet mit „12 Zylindern“, tuckern daher nur mit zwei oder drei Zylindern durch ihr Leben. Schwurähnliche Gedanken wie „Ich will nie wieder … jemandem vertrauen / mein Herz öffnen / mich verletzlich zeigen usw.“ verlieren auch nach Jahrzehnten nicht ihre Wirksamkeit, sondern wollen bewusst zurückgenommen werden.

Wes Geistes Kind bist du?
Wer äußere Fülle und Reichtum anstrebt, darf nach innen gehen und erst einmal hier für Ordnung sorgen, anstatt sich am Spielcasino der Wunscherfüllung zu beteiligen. „Wes Geistes Kind bin ich eigentlich?“, darf sich der Normalmensch fragen. „Was soll mir das Wichtigste sein in meinem Leben? Worauf will mich konzentrieren, wenn ich morgens in den Tag gehe?“ Nur derjenige, der über diesen Klärungsprozess, den alle Menschen durchlaufen dürfen nach der Gehirnwäsche durch Kindheit und Massenbewusstsein, zur Wertschätzung und Liebe findet – sich selbst, seinen Mitmenschen, dem Leben und Gott gegenüber – der wird seine Fülle, die er zu manifestieren wünscht, nicht auf Sand, sondern auf Felsen bauen.

 

 
Sein Tipp:
Wer diesen Weg gehen will, dem empfehle ich mein Buch „Willkommen im Reich der Fülle“ sowie die Begleit-CD zum Studium. Aus diesem Material erhält jeder eine Vielzahl an Erkenntnissen und auch das Handwerkzeug, seinen persönlichen Weg aus dem Mangel in die Fülle zu gehen und seine inneren Barrieren auf mentaler, emotionaler und spiritueller Ebene zu lösen.